Magensäureblocker (Protonenpumpen-Inhi­bitoren) erweisen sich als sicher.

stomach-icon-2316627_1280

PPI blockieren die Produktion von Salzsäure im Magen. Sie haben sich nicht nur bei der Behandlung von Magengeschwüren und bei Entzündungen der Speiseröhre bewährt. Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit werden sie immer häufiger auch vorbeugend eingesetzt – etwa zur Vorbeugung von Magenblutungen beim Einsatz von Antikoagulanzien (Gerinnungshemmern).

Einige im letzten Jahr veröffentlichte Studien vermuteten, das Medikamente wie Patoprazol gravierende Komplikationen wie Knochenbrüche, chronischen Nierenerkrankungen, Diabetes, Demenz oder Krebs bei länger anhaltendem Gebrauch verursachen könnten.

Eine über drei Jahre geführte Studie, bei der Pantoprazol als Magenschutz verabreicht wurde, konnte dies nun widerlegen.

Die von der McMaster University in Hamilton (Ontario/Kanada) durchgeführte Studie beobachtete insgesamt 8.791 Patienten, die mit Pantoprazol behandelt wurden, sowie 8.807 die ein Plazebo (Scheinpräparat) bekommen haben. Die Patienten, die mit Pantoprazol behandelt wurden erkrankten nicht häufiger an Knochenbrüchen, chronischen Nierenerkrankungen, Diabetes, Demenzen oder Krebs, als die nicht mit Pantoprazol behandelten.

Einzig das Risiko von Darminfektionen war um 0,3% leicht erhöht. So erkrankten 13 von 8791 Patientin innerhalb des dreijährigen Beobachtungszeitraumes an einer Darminfektion.

Somit widerlegt die COMPASS-Studie die meisten Sicherheitsbedenken, die in den letzten Jahren gegen den Einsatz von PPI erhoben wurden. Ein minimales Infektionsrisiko ist vorhanden, es ist jedoch deutlich niedriger, als die Ergebnisse der Beobachtungsstudien nahe legten. Der große Nutzen für die mit PPI behandelten Patienten ist also auch weiterhin gegeben.