LEXIKON

A

Abdomen - Bauch


Bauch, bestehend aus der Bauchwand und Bauchhöhle mit ihren Organen.




Ablatio - Abtragung


Abtragung, Amputation; z.B. Ablatio mammae (operative Entfernung der Brust)




Absence - mildeste Form generalisierter Anfälle


Leitet sich vom englischen „absence“ für Abwesenheit ab. Absencen, als mildeste Form von generalisierten Anfällen, werden auch als Bewusstseinspausen bezeichnet. Betroffene starren plötzlich ins Leere, ohne ansprechbar zu sein. Gerade ausgeführte Handlungen oder gesprochene Sätze werden unterbrochen. Betroffene erinnern sich meist nicht daran.




Abszess - Eiteransammlung, um die der Körper eine Kapsel gebildet hat


Eiteransammlung, um die der Körper eine Kapsel gebildet hat. Ursache ist meistens eine Infektion des Gewebes mit Staphylokokken oder Streptokokken. Charakteristische Symptome sind Schwellung, Rötung, Schmerz und Fieber. Ein Abszess kann nur heilen, wenn er aufgeschnitten und der Eiter abgelassen wird. Die Therapie besteht im Eröffnen und Abfließenlassen des Eiters. Dies geschieht in Form einer Operation, bei der nach Eröffnung und Entleerung die Abszesshöhle gespült und eine Drainage eingelegt wird. Bei größeren oder schlecht zugänglichen Abszessen erfolgt die Operation unter Anästhesie (Narkose, Spinalanästhesie oder Regionalanästhesie). In Ausnahmefällen werden Weichteilabszesse in lokaler Infiltrationsanästhesie eröffnet.




ACE-Hemmer - Medikamente, die den Blutdruck senken


Medikamente, die den Blutdruck senken, indem sie ein spezielles Enzym, das Angiotensin Converting Enzym, hemmen. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Ramipril, Enalapril, Lisinopril und Captopril.




Acetylcholin - Botenstoff (Neurotransmitter)


Botenstoff (Neurotransmitter), der an Nervenendigungen frei wird und eine Erregungsübertragung ermöglicht. Viele wichtige Funktionen des menschlichen Körpers wie die Übertragung der Erregung zwischen Nerv und Muskel sind an Acetylcholin als Botenstoff gebunden.




Adenom - Ein Adenom ist eine gutartige Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe.


Ein Adenom ist eine gutartige Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe und kann generell jedes Organ betreffen. Am häufigsten kommt das Adenom jedoch im Magen-Darm-Trakt als Polyp vor. Weitere häufige Formen betreffen die Schilddrüse, die Nebennieren und die Eierstöcke. In der weiblichen Brust beziehungsweise Milchdrüse tritt es meist als Fibroadenom unter Beteiligung von Drüsen- und Bindegewebe auf.




ADH - Antidiuretisches Hormon aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) freigesetztes Hormon, das die Wasserausscheidung über die Nieren reguliert.


allem nachts ausgeschieden wird, ermöglicht es gesunden Erwachsenen, ohne Einzunässen durchzuschlafen. ADH dient dem Organismus bei der Steuerung des Wasserhaushalts. Bei Wassermangel im Organismus wird das Blutplasma hyperton. Das wird von den Osmorezeptoren im Hypothalamus festgestellt, die wiederum die Freisetzung von ADH aus der Neurohypophyse veranlassen. Ein weiterer Stimulus für die Ausschüttung von ADH ist ein Volumenmangel im arteriellen und im venösen System, der über Barorezeptoren im rechten Vorhof des Herzens und im Aortenbogen registriert wird. ADH wird über das Blut zu den Epithelzellen des Sammelrohrs in der Niere transportiert. Diese Zellen sind ohne den Einfluss von ADH für Wasser nicht durchlässig und verhindern so die Rückresorption von Wasser aus dem Primärharn. ADH koppelt nun an membranständige V2-Rezeptoren, die über cAMP zur vermehrten Translation von Aquaporinen (AQP2) führen und aquaporinhaltige Vesikel mit der Zellmembran fusionieren. Die Aquaporine machen die Zellmembran temporär durchlässig für Harnstoff und Wasser, das osmotisch aus dem Primärharn in das hyperosmolare Nierengewebe gezogen wird, woraus es letztlich wieder in das Blut gelangt. In den Nieren bewirkt ADH also eine vermehrte Reabsorption von Wasser und Harnstoff aus dem Urin der Sammelrohre. Ferner wirkt das antidiuretische Hormon in hohen Konzentrationen gefäßverengend. Beide Wirkungen erhöhen den Blutdruck. Bei ADH-Mangel kommt es zu einem starken Wasserverlust, dem Diabetes insipidus centralis.




Adrenalin - Adrenalin ist ein Hormon, das in den Nebennieren gebildet wird.


Adrenalin ist ein Hormon, das in den Nebennieren gebildet wird. Adrenalin sorgt für einen schnelleren Herzschlag, einen höheren Blutdruck, für weite Pupillen und eine erhöhte Schweißproduktion. Zucker wird aus der Leber freigesetzt, damit er den Muskeln schneller zur Verfügung steht. Normalwerte im Blutplasma 10 - 80 µg/l




Artefakt - Ist ein diagnostischer Fehler.


Als Artefakt bezeichnet man eine künstliche Veränderung oder Abwandlung vom natürlichen Zustand. Im medizinischen Zusammenhang ist damit meistens ein diagnostischer Fehler gemeint. Bei bildgebenden Diagnoseverfahren wie etwa die Röntgenuntersuchung, Computertomographie oder Ultraschalluntersuchung bezeichnet man Abbildungsfehler, die nicht der Realität entsprechen als Artefakte. Auch beim EKG können Artefakte auftreten. Häufige Artefakte sind Schwankungen der Nulllinie oder Kurvenausschläge, die nicht durch die elektrische Aktivität des Herzens, sondern durch Bewegungen der Skelettmuskeln (z.B. Zittern) auftreten.




Asymptomatisch -ohne erkennbare Symptome


Ein Krankheitsverlauf kann nach verschiedenen Kriterien beschrieben werden. Eines davon ist die klinische Ausprägung. Asymptomatisch („ohne Symptome“) wird für Erkrankungen ohne sichtbare Krankheitszeichen verwendet.




Aphte - schmerzhafte Entzündung im Mund


Ursache ist ein Schleimhautdefekt. Typisches Erscheinugsbild sind Bläschen im Mund (ca. - 1 cm). Sie verursacht 2-5 Tage Schmerzen und benötigt zum Abheilen bis zu 14 Tage. Aphten können durch Lebensmittel verursacht werden. Insbesondere durch: Nüsse, Tomaten und Zitrusfrüchte Es werden drei Formen unterschieden: Minor Aphte: Nur oberflächlich verletzen Schleimhaut. Major Aphte: geht tief in die Schleimhaut, ist selten, die Heilung dauert Wochen. Herpetiforme Aphten: Am Zungenrand gelegen oder der Innenseite der Lippen, besteht aus vielen Bläschen sieht einem Herpes ähnlich, ist aber nicht durch Herpes-Virus verursacht.





B

Betablocker - senken die Ruhefrequenz des Herzens und den Blutdruck.


Wegen der gut belegten Wirksamkeit und der großen Verbreitung der Krankheiten, bei denen Betablocker eingesetzt werden, zählen sie zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln. Betablocker senken durch die Abnahme der Herzleistung den Sauerstoffbedarf des Herzens. Außerdem wird über die Senkung der Herzfrequenz eine bessere Durchblutung der Herzkranzgefäße erreicht, da diese nur in der Diastole durchblutet werden. Betablocker sind daher die wichtigsten Medikamente bei stabiler Angina Pectoris und werden – mit demselben Ziel – auch nach einem Herzinfarkt eingesetzt. Für beide Indikationen ist eine lebensverlängernde Wirkung von Betablockern eindeutig belegt. Betablocker werden auch zur Behandlung tachykarder Herzrhythmusstörungen verwendet. Betablocker werden daher auch als „Klasse II Antiarrhythmika“ bezeichnet. Im Gegensatz zu vielen anderen Antiarrhythmika ist die lebensverlängernde Wirkung der Betablocker nachgewiesen, sodass sie zu den wichtigsten Medikamenten der antiarrhythmischen Therapie gehören. Für die Wirksamkeit der Betablocker spielt ihre erregungshemmende Wirkung am Herzen die entscheidende Rolle.




Ballondilatation - Methode, um verstopfte Hohlräume wie Blutgefäße, Speise- oder Harnröhre wieder durchlässig zu machen.


Unter der Ballondilatation im Rahmen einer PTA versteht man in der interventionellen Radiologie, der Kardiologie und der Angiologie eine Methode zur Aufdehnung krankhaft verengter Blutgefäße mittels eines an einem Gefäßkatheter angebrachten Ballons, der sich erst an der verengten Stelle langsam unter hohem Druck (6–20 bar) entfaltet. Dabei wird der Katheter z. B. über eine Femoralarterie (Beinschlagader) eingeführt und zur verengten Stelle unter Röntgenkontrolle vorgeschoben. Das Verfahren dient dazu, Engstellen, die v. a. durch atherosklerotische Veränderungen ("Gefäßverkalkung") entstehen, so aufzudehnen, dass sie den Blutstrom nicht mehr oder weniger stark behindern.




Bilirubin - Bilirubin ist ein Gallenfarbstoff


Bilirubin ist ein Gallenfarbstoff, der entsteht, wenn der rote Blutfarbstoff roter Blutkörperchen abgebaut wird. Direktes Bilirubin gibt der Körper mit der Gallenflüssigkeit in den Darm ab. Ist der Gallenabfluss gestört, zum Beispiel bei Gallensteinen oder bei Tumoren, kann das Bilirubin nicht vollständig über die Gallenwege ausgeschieden werden. Die Konzentration im Blut steigt und der Farbstoff wird im Gewebe abgelagert. Die Haut und insbesondere die Bindehaut der Augen können sich gelb färben (Gelbsucht). Bei einem kompletten Verschluss der Gallenwege ist der Stuhl hell („sandfarben“) und der Urin dunkel gefärbt. Normalwert < 1,1 mg/dl




Blut-Hirn-Schranke - Die Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Schranke zwischen Hirnsubstanz und Blutstrom


Die Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Schranke zwischen Hirnsubstanz und Blutstrom, die den Stoffaustausch im Zentralen Nervensystem kontrolliert. Stoffe, die nicht in das ZNS (Zentrale Nervensystem) gelangen sollen, werden am Durchtritt durch die Kapillarwand gehindert. Diese Barriere besteht aus drei Schichten (von innen nach außen): Endothel der Kapillaren Basalmembran Fortsätze der Astrozyten Fettlösliche Substanzen wie Nikotin, Alkohol und Blutgase, aber auch Narkotika können die Blut-Hirn-Schranke per Diffusion passieren und gelangen somit in das Gehirn. Ionen und polare Substanzen sind auf spezifische Transportsysteme angewiesen. Durch die Blut-Hirn-Schranke kann die chemische Zusammensetzung der Interzellularflüssigkeiten des Gehirns weitgehend konstant gehalten werden. Bei ungeborenen Kindern und bei Neugeborenen ist die Blut-Hirn-Schranke verletzlicher als beim Erwachsenen, was bei der Arzneimittelgabe und bei Vergiftungen beachtet werden muss.




Bradykardie - Herzschlagfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute.


bezeichnet in der Medizin eine Herzschlagfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute beim erwachsenen Menschen. Beim herzgesunden Menschen wird die Geschwindigkeit des Herzschlages durch das Erregungsleitungssystem des Herzens gesteuert. Die Schnelligkeit des Herzschlages, zu bestimmen durch Tasten des Pulses, hängt u. a. vom körperlichen Belastungsniveau ab. Üblicherweise fällt die Herzfrequenz nicht unter 40 Schläge pro Minute, Ausnahmen bilden gut trainierte Ausdauersportler, bei denen eine niedrigere Frequenz in Ruhe durchaus als normal angesehen werden kann, sofern die Herzfrequenz unter Belastung adäquat ansteigt. Bei einer Bradykardie kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen. Von Beschwerdefreiheit über Leistungsminderung bis hin zu kurzfristiger Bewußtlosigkeit (Synkopen), Verschlechterung (Dekompensation) einer bestehenden Herzinsuffizienz oder auch komplettem Herzstillstand mit Tod kann die Ausprägung der Beschwerden sehr unterschiedlich sein.




Bronchien und Bronchiolen - Die Bronchien und Bronchiolen sind ein Röhrensystem, durch das die Atemluft in das Lungengewebe transportiert wird.


Es findet dort kein Gasaustausch statt. Bronchien haben im Unterschied zu den Bronchiolen aufgrund ihrer durch Knorpelspangen verstärkten Wände einen größeren Durchmesser. Um die Röhren ziehen sich Muskelstränge von glatter Muskulatur. Diese werden von Teilen unseres vegetativen Nervensystems, dem Sympathicus und dem Parasympathicus, kontrolliert. Bei Aktivphasen, etwa beim Sport, sorgt der Sympathicus dafür, dass sich die glatte Muskulatur entspannt und die Bronchien möglichst viel Luft durchlassen. Der Parasympathicus ist dagegen dafür zuständig, dass der Körper in eine Ruhephase eintreten, sich erholen kann. Er regt die Kontraktion der glatten Muskulatur an, dadurch verengt sich der Durchmesser der Bronchien. Normalerweise soll das unterstützend zur Atmung beitragen. Es kann aber auch zu einer Verkrampfung dieser Muskulatur kommen, etwa bei einem Asthmaanfall. Die Innenwände der Bronchien und Bronchiolen sind mit einer schleimproduzierenden Haut ausgekleidet.





C

CRP - Das C-reaktive Protein ist ein Eiweiß, das bei Entzündungen im Körper vermehrt im Blut vorhanden ist.


Das C-reaktive Protein ist ein Eiweiß, das bei Entzündungen im Körper vermehrt im Blut vorhanden ist. CRP wird in der Leber gebildet. Bei einer Infektion bindet es sich an tote Immunzellen oder an körperfremde Oberflächen. Es ist ein unspezifisches Enzündungszeichen. Die Normalwerte unterscheiden sich nach der Bestimmungsmethode und sind daher immer mit den zugehörigen Referenzwerten zu betrachten. Mittlere bis hohe CRP-Werte sprechen eher für einen bakteriellen Infekt oder eine rheumatische Erkrankung. Geringere Erhöhungen weisen auf eine virale Infektion hin. Der CRP-Wert hilft unter anderem wenn man wissen möchte: Besteht eine Entzündung im Körper? Wie schwer verläuft die Entzündung und hält sie weiter an? Handelt es sich um eine durch Viren oder durch Bakterien hervorgerufene Entzündung? Wirkt die antibiotische, beziehungsweise antientzündliche Therapie?




Clavus - Schwiele ist eine lokale Verhornungsstörung der Haut


Sie entsteht durch Reizung also durch Druck und Reibung der Haut. Die Hornverdickung ist sehr schmerzhaft, oft am Fuß, bedingt durch enges Schuhwerk. Begünstigt wird sie durch Trockenheit der Haut. Bei Rheuma, Zehendeformitäten oder Hallux valgus können „Clavi“ als Begleiterscheinungen vorkommen.





D

D-Dimer - Laborwert wird zur Diagnose von Thrombosen bestimmt.


D-Dimere sind Proteine, die als Abbauprodukte des Fibrins im Blut während der Fibrinolyse vorkommen. Sie sind ein Biomarker für die Auflösung von Blutgerinnseln. Der Normbereich ist stark methodenabhängig. Der Anstieg des D-Dimers im Plasma ist eine Folge der Blutgerinnung und der darauf folgenden Fibrinolyse (Gerinnselauflösung). Werte im jeweiligen vom Labor angegebenen Referenzbereich dienen der Ausschlussdiagnostik einer Lungenembolie, DIC (disseminierte intravasale Koagulopathie) oder tiefen Beinvenenthrombose. Außerdem kann der Laborwert der D-Dimere zur Verlaufskontrolle einer Thrombolysetherapie eingesetzt werden. Der Wert kann auch erhöht sein bei: Sepsis, Leberzirrhose, nach chirurgischen Eingriffen,Tumoren, Leukämie, Schwangerschaft, nach Verletzungen.




Dermatom - ist der Hautbereich, der von den sensiblen Fasern einer Spinalnervenwurzel autonom versorgt wird.


Durch Kenntnis der Dermatome können bei Sensibilitätsstörungen die Ausfälle einem bestimmten Rückenmarkssegment zugeordnet werden, z.B. beim lumbalen Wurzelsyndrom. Die Dermatome sind nicht scharf abgegrenzt.





E

Echokardiografie - Untersuchung des Herzens mittels Ultraschalls


Untersuchung des Herzens mittels Ultraschalls. Neben dem Elektrokardiogramm (EKG) ist die Echokardiografie eine der wichtigsten technischen nichtinvasiven Untersuchungsmethoden des Herzens und mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der kardiologischen Diagnostik. Im Einzelnen kann man mit verschiedenen Techniken Folgendes untersuchen: Mit dem 2-D Bild kann man in Echtzeit mittels eines schwarzweißen Schnittbilds der Herzfunktion zuschauen. Insbesondere die Größe der Herzkammern, die Klappenfunktion und die Pumpfunktion des Herzens sind dabei gut erkennbar. Mit dem M-Mode werden die Aortenklappe, die Funktion des linken Ventrikels und die Mitralklappe untersucht. Mit dem PW- und dem CW-Doppler wird die Blutstromgeschwindigkeit, insbesondere in den Klappen erfasst, um Klappenstenosen zu erkennen, aber auch um den Pulmonalarteriendruck zu bestimmen oder die diastolische Funktion des linken Ventrikels zu beurteilen. Der Farbdoppler hilft, Klappeninsuffizienzen und -stenosen zu lokalisieren und zu bestimmen. In einer anderen Geräteeinstellung wird der Farbdoppler für Gewebe optimiert und stellt die Bewegung der Herzwand dar.




EEG – Elektroenzephalografie - Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine Methode zur Messung von Hirnströmen.


Bei der Elektroenzephalografie werden Elektroden auf den Kopf gesetzt. Die Elektroden sind mit einem Gerät verbunden, das die Potenzialschwankungen der elektrischen Impulse der Hirnströme aufzeichnet. Die grafische Wiedergabe dieser Impulse nennt man Elektroenzephalogramm (EEG). Die Elektroenzephalografie dauert in der Regel maximal eine halbe Stunde. Besondere Reizungen zum Ende der Aufzeichnung erhöhen die Aussagekraft des Elektroenzephalogramms.
Angewendet wird die Methode unter anderem bei Diagnose und Untersuchung von Epilepsie, Gehirnentzündungen und Hirntumoren. Mit einem EEG kann außerdem der Hirntod festgestellt werden, da dann keine Hirnströme mehr messbar sind. Auch in der Schlafmedizin kommt der Elektroenzephalografie eine bedeutende Rolle zu.
Die Elektroenzephalografie ist eine schmerzfreie, nicht-invasive Untersuchungsmethode. Die gemessenen elektrischen Spannungen stammen aus dem Gehirn. Vom Messgerät selbst geht keine Spannung aus.




EKG - Das Elektrokardiogramm kurz EKG


Das Elektrokardiogramm (EKG) (zu altgr. καρδία kardía ‚Herz‘ und γράμμα grámma „Geschriebenes“) ist die Aufzeichnung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. Ein unauffälliges 12-Kanal-EKG
Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht. Über das herzeigene elektrische Leitungssystem aus spezialisierten Herzmuskelzellen läuft sie zu den übrigen Herzmuskelzellen. Diese elektrischen Spannungsänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche messen und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es ergibt sich ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Gesundheit des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG von zunehmend verlässlicheren Computerprogrammen ausgemessen. Die Beurteilung sollte jedoch immer noch durch einen erfahrenen Arzt erfolgen. Nutzen des EKG
Das EKG ist ein schmerzloses, nicht eingreifendes (nicht-invasives), jederzeit wiederholbares und fast überall durchführbares Untersuchungsverfahren.
Aus dem EKG können Herzfrequenz, Herzrhythmus und der Lagetyp (elektrische Herzachse, vgl. Cabrerakreis) bestimmt und die elektrische Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern abgelesen werden. Für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen wie Extraschlägen (Extrasystolen) und Störungen der Erregungsleitung und -ausbreitung (z. B. Schenkelblock und AV-Block) ist das EKG ebenso unverzichtbar wie zur Erkennung eines Herzinfarktes. Störungen der Erregungsrückbildung (Repolarisation) können zu sogenannten Kammerendteilveränderungen (Veränderungen der ST-Strecke oder der T-Welle) führen.
Das EKG kann auch Hinweise auf eine Verdickung der Herzwand (Hypertrophie des Myokards), eine abnorme Belastung des rechten oder linken Herzens, Entzündungen von Herzbeutel (Perikarditis) oder Herzmuskel (Myokarditis) sowie Elektrolytstörungen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen liefern.
Bezüglich der meisten Diagnosen liefert das EKG nur Hinweise und darf nicht unabhängig vom klinischen Bild beurteilt werden (z. B. Herzinfarkt, Hypertrophiezeichen, Myokarditis). Lediglich bei Störungen des Herzrhythmus oder der Erregungsleitung kann man aus dem EKG allein meist schon eine klare Diagnose stellen. Das normale Ruhe-EKG wird meist im Liegen angefertigt. Da es nur einige Sekunden dauert, kann man es auch bei Notfällen gut durchführen. Es ist als kardiologische Basisuntersuchung die Variante mit der größten Aussagekraft. Nur zeitweise auftretende Herzrhythmusstörungen (z. B. Extrasystolen, Salven, nächtliche Pausen) werden eventuell nicht erfasst.




Embolie - Eine Embolie ist der teilweise oder vollständige Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtem Material. Dazu gehören körpereigene und fremde Substanzen wie Fetttropfen, Blutgerinnsel oder Luftblasen.


Eine Embolie ist der teilweise oder vollständige Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtem Material. Dazu gehören körpereigene und fremde Substanzen wie Fetttropfen, Blutgerinnsel oder Luftblasen. Eine Embolie ist der teilweise oder vollständige Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtem Material. Dazu gehören körpereigene und fremde Substanzen wie Fetttropfen, Blutgerinnsel oder Luftblasen. Embolien werden nach der Ursache eingeteilt. Es werden unterschieden: Thrombembolie (Einschwemmen eines Blutgerinnsels), Fettembolie (Einschwemmen von Fetttröpfchen, z. B. nach großen, offenen Knochenbrüchen), Gas- bzw. Luftembolie (nach Injektion von Luft oder durch Gasbläschenbildung bei zu schnellem Auftauchen aus großer Tiefe),Tumorembolie (Verstopfung der Gefäße durch Tumorgewebe), Fruchtwasserembolie (Geburtskomplikation), Cholesterinembolie - meist aus rupturierten Plaques der Arterienwand und Zementembolie durch in Venen übergetretenen Knochenzement. Auch eine Unterscheidung nach Ort der Embolie ist üblich: Lungenembolie (= venöse Embolie): Der Embolus stammt aus Körper­venen und verstopft nach Passage des Herzens Lungenarterien. Arterielle Embolie: Embolus stammt aus dem Herzen oder großen Arterien und verstopft Arterien. Auch ein Schlaganfall oder Herzinfarkt, kann durch eine Embolie verursacht werden.




Endoskopie - Die Endoskopie ist eine Untersuchungsmethode, die einen Blick in Körperhöhlen und Organe erlaubt.


Die Endoskopie ist eine Untersuchungsmethode, die einen Blick in Körperhöhlen und Organe erlaubt. Sie wird auch bei der von Operationsplanung und für minimal-invasive Eingriffe eingesetzt. Unter dem Begriff Endoskopie ist die innere Ausleuchtung und Inspektion von Hohlorganen und Körperhöhlen mithilfe eines Endoskops zu verstehen. Die Endoskopie wird in den Bereichen Diagnose, Operationsplanung, Therapie und Nachsorge eingesetzt. Ein Endoskop ist ein schlauchförmiges, meist biegsames Instrument, welches je nach Untersuchungszweck einen Durchmesser von wenigen Millimetern bis zu knapp zwei Zentimetern hat. An der Spitze ist es mit einer Lichtquelle und einer Optik ausgestattet. Heute werden die aufgenommenen Bilder auf einen Monitor übertragen. Starre Endoskope werden benutzt, um leicht zugängliche Stellen wie den Enddarmbereich oder den Hals-, Nasen- und Ohrenbereich zu untersuchen. Flexible Endoskope können gezielt und den anatomischen Verhältnissen entsprechend durch die Organe geführt werden. Sie werden beispielsweise zur Untersuchung von Magen, Darm, Luftröhre und Lunge eingesetzt. Über einen Arbeitskanal können weitere Instrumente eingeführt werden, zum Beispiel zum dosierten Einblasen von Luft, zur Entnahme von Gewebe, zur Injektion von Medikamenten. Auch Fremdkörper können entfernt werden. Mit flexiblen Endoskopen können auch minimal-invasive Operationen durchgeführt werden. Gängig sind diese mittlerweile bei z.B. bei Gallen-, Blinddarm-, Leistenbruch- oder Bandscheibenoperationen. Die Endoskopie eines Gelenks zur Diagnostik oder Behandlung wird als Arthroskopie bezeichnet.




Entzündungszeichen (lokale) - Es gibt fünf klassische lokale Entzündungszeichen.


Die klassischen fünf lokalen Entzündungszeichen sind: Rubor (Rötung), Calor (Hitze), Tumor (Schwellung), Dolor (Schmerz) und Functio laesa (gestörte Funktion).




Exspiration - Als Exspiration bezeichnet man in der Medizin den Vorgang der Ausatmung.


Durch Entspannung der Brustmuskulatur und des Zwerchfells bewirken die elastischen Rückstellkräfte von Lunge und Brustkorb, dass sich das Lungenvolumen passiv verkleinert. Die Luft wird entsprechend aus der Lunge gepresst. Aktiv wird das Ausatmen durch die innere Zwischenrippenmuskulatur unterstützt, welche bei Kontraktion die Rippen bzw. den Brustkorb senkt und so die Lunge sich zusammenziehen lässt. Weitere Atemhilfsmuskeln werden bei der forcierten Ausatmung (kraftvolle, verstärkte Atmung) eingesetzt, z.B. bei Erkrankungen der Lunge oder Husten, bei körperlicher Anstrengung, oder beim Sprechen und Singen.





F

Ferritin - ist ein Eiweiß-Molekül, das Eisen speichern kann. Es ist der wichtigste Eisenspeicher des Körpers.


Ferritin ist ein Eiweiß-Molekül, das Eisen speichern kann. Es ist der wichtigste Eisenspeicher des Körpers. Gemessen wird die Konzentration von Ferritin im Blutserum. Ferretin wird unter anderem bestimmt bei: bei Anämien, Verdacht auf Eisenmangel, Verlaufskontrolle bei einer Eisentherapie. Normalwerte: Männer: 30-300 µg/l; Frauen: 10-200 µg/l





G

Gastroskopie -ist eine medizinische Untersuchungsmethode des oberen Teils des Verdauungstrakts.


Die Gastroskopie (umgangssprachlich Magenspiegelung), medizinisch auch Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD), ist eine medizinische Untersuchungsmethode des oberen Teils des Verdauungstrakts. Mithilfe der Gastroskopie ist es möglich, das Innere der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Gaster) und des Zwölffingerdarms (Duodenum) anzusehen. Dabei lassen sich kleine Gewebeproben (Biopsien) aus der Schleimhaut für mikroskopische Untersuchungen entnehmen und zusätzlich Fremdkörper, größere Gewebebereiche oder Polypen entfernen. Liegt eine Verengung (Stenose) vor, kann sie mittels Argon-Laser- oder Elektrokoagulation eröffnet werden. Blutungen aus Magengeschwüren können durch Unterspritzung gestillt werden oder indem das blutende Gefäß mit einem Clip abgeklemmt wird. Blutungen aus Ösophagusvarizen stoppt oft eine Gummibandligatur. Für die Untersuchung verwendet man ein spezielles Endoskop, das Gastroskop, durch dessen beweglichen Schlauch der Arzt mithilfe einer Glasfaseroptik hindurchsehen kann. Eine Videooptik überträgt die die Bilder auf einen Monitor. Eine Gastroskopie empfiehlt sich bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden, wiederkehrendem Sodbrennen, Schluckbeschwerden, unklaren Durchfällen und bei Verdacht auf ein Magengeschwür oder Magenkarzinom.





H

Hämatom - Blutaustritt aus verletzten Blutgefäßen im Körpergewebe oder eine Blutansammlung in einer vorbestehenden Körperhöhle.


Blutaustritt aus verletzten Blutgefäßen im Körpergewebe oder eine Blutansammlung in einer vorbestehenden Körperhöhle. Im Regelfall heilt ein Bluterguss von selbst im Laufe von zwei bis drei Wochen ab. Im Laufe der Heilung treten verschiedene Farben auf, weil die Blutrückstände vom Körper abgebaut werden. Die Phasen sind folgendermaßen zu erklären: Rot: die kleinen Gefäße (Kapillaren) platzen auf und das Blut (rot durch Hämoglobin) tritt ins Gewebe Dunkelrot-Blau: das Blut gerinnt Braun-Schwarz: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Choleglobin/Verdoglobin (Gallenfarbstoff) Dunkelgrün: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Biliverdin (Gallenfarbstoff) Gelb-Braun: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Bilirubin (Gallenfarbstoff) Durch sofortiges Kühlen der verletzten Stelle lassen sich der Schmerz und die Ausbreitung eindämmen, weil sich die Blutgefäße dabei zusammenziehen und somit weniger Blut austritt. Selten bedürfen Hämatome ärztlicher, dann meist operativer Behandlung.




Harnsäure - entsteht beim Abbau der Erbsubstanz DNA.


75% der Harnsäure wird über die Nieren, der Rest über den Schweiß, Speichel und den Darm aus dem Körper ausgeschieden. Die Harnsäure-Menge im Körper hängt von Alter, Geschlecht und Ernährung ab. In den westlichen Industrieländern haben etwa 20% der Männer erhöhte Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). Bei Frauen steigen die Harnsäurewerte im Blut meist erst nach den Wechseljahren an. Eine Hyperurikämie ist definiert als Harnsäurewerte im Blut über: 6,0 mg/dl bzw. 357 Mikromol/l (Frauen) und 6,4 mg/dl bzw. 380 Mikromol/l (Männer).




Hb - Das Hämoglobin (Hb) ist ein Protein der roten Blutkörperchen, den Erythrozyten.


Das Hämoglobin (Hb) ist ein Protein der roten Blutkörperchen, den Erythrozyten. Die wichtigste Aufgabe des Hämoglobins ist der Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut. Es bindet Sauerstoff (O2) und Kohlenstoffdioxid (CO2) und ermöglicht so deren Transport im Blut. Auf dem Laborbefund kürzt man Hämoglobin in der Regel mit „Hb“ ab und gibt es in der Einheit Gramm pro Liter oder Gramm pro Deziliter (g/L bzw. g/dL) an. Die Hämoglobinkonzentration gehört standardmäßig zu jeder Blutuntersuchung dazu. Von besonderem Interesse ist der Hb-Blutwert, wenn eine Blutarmut (Anämie) oder einer Erhöhung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie) vermutet wird. Der Hämoglobin-Normalwert ist vor allem abhängig von Geschlecht und Alter: Ein Hämoglobinwert zwischen 14 – 18 g/dL gilt bei Männern als normaler Hb-Wert. Frauen sollten einen Blut-Hb-Wert von 12 – 16 g/dL aufweisen. Der Wert kann bei folgenden Erkrankungen verändert sein: Eisenmangelanämie (häufig bei jungen Frauen), Synthesestörungen der Globinketten (Thalassämien, Sichelzellkrankheit), Chronische Erkrankungen (zum Beispiel Krebserkrankung, chronische Entzündungen oder Infektionskrankheiten),Folsäuremangel oder Mangel an Vitamin B12, bei akuten oder chronischen Blutungen.




HbA1c - Werte geben Auskunft, über den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut von Diabetikern.


HbA1c-Werte geben Auskunft, über den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut von Diabetikern. Das HbA1c ist eine Unterform des Hämoglobins. HbA1c-Werte werden verwendet, um den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut von Diabetikern zu bestimmen. Er gibt Auskunft über die Blutzuckerkonzentrationen der letzten acht bis zwölf Wochen Bindet sich ein Zuckermolekül im Blut an das Hämoglobin, bezeichnet man das als Glykierung. Glykiertes Hämoglobin, also Hämoglobin an das Zuckermoleküle gebunden sind, bezeichnet man als HbA1. Der größte Teil dieser Zuckermoleküle bindet sich an eine Untereinheit des Hämoglobins – das wird durch den Zusatz c ausgedrückt (HbA1c). Bei einem hohen Blutzuckerspiegel binden sich mehr Zuckermoleküle an das Hämoglobin; sinkt der Blutzuckerspiegel, so lösen sich die Moleküle wieder. Ein Patient mit Diabetes hat dauerhaft einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Dadurch wird die Bindung zwischen Zucker und Hämoglobin fest und unlösbar. Sie bleibt so lange bestehen, bis die roten Blutkörperchen am Ende ihrer Lebenszeit abgebaut werden. Das ist etwa nach drei Monaten der Fall. Der HbA1c-Wert gibt also Auskunft darüber, wie hoch die Zuckerkonzentration durchschnittlich innerhalb der letzten acht bis zwölf Wochen im Blut des Patienten war. In Deutschland wird HbA1c auf dem Laborbefund meist als Prozentsatz angegeben. Angestrebt wird bei leitlininiengerechter Therapie, je nach Krankheitsbild und möglicher Therapie, ein Wert von unter 6,5% bzw. 7,5%.




Hyperkaliämie - auch Kaliumüberschuss genannt - bezeichnet eine mitunter Lebensgefährliche Elektrolytstörung, bei der die Konzentration von Kalium im Blut erhöht ist.


bezeichnet eine mitunter Lebensgefährliche Elektrolytstörung, bei der die Konzentration von Kalium im Blut erhöht ist.Zu erhöhten Kaliumspiegeln kommt es, wenn über die Niere nicht genug Kalium ausgeschieden werden kann. Ursachen dafür können sein : akutes Nierenversagen chronische Niereninsuffizienz Nebennierenrinden Insuffizienz Medikamente wie z.B.: ACE-Hemmer, Sartane, Zytostatika usw. Symptome für eine Hyperkaliämie können sein : Herzrhythmusstörungen, die bis zum Kammerflimmern führen können und letztlich zum Herzstillstand führen.




Hand-Fuß-Mund-Krankheit - eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung.


Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Meist wird sie duurch Enterovieren ausgelöst. Betroffen sind vor allem Kinder. Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion ( Körperflüssigkeiten, Stuhl oder verunreinigte Gegenstände) . Typische Symptome sind zunächst grippeähnliche Beschwerden, dann scchmerzhafte rote Flecken und Bläschenbildung an Händen, Füßen und im Mundbereich. Oft verläuft die Infektion auch symptomlos. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit heilt meist nach spätestens zehn Tagen folgenlos ab.





I

Immunantwort - Reaktion des Immunsystems auf Antigene.


Man unterscheidet die primäre Immunantwort (beim ersten Kontakt mit dem Antigen) von der sekundären Immunantwort (bei erneutem Antigenkontakt). Die sekundäre Immunantwort setzt schneller ein und ist stärker. Bei der Immunantwort können Antikörper oder auf das Antigen spezialisierte Abwehrzellen gebildet werden.




Inspiration - bezeichnet in der Medizin den Vorgang der Einatmung


Als Inspiration bezeichnet man in der Medizin den Vorgang der aktiven Einatmung, wobei sich durch das Zusammenziehen der Brustmuskulatur und des Zwerchfells das Volumen des Brustkorbes vergrößert und sich durch den dabei entstehenden Unterdruck die Lunge aufgrund ihrer Elastizität passiv dehnt und dadurch die Atemluft durch die Atemwege in die Alveolen der Lunge strömt.




Insulinresistenz - bezeichnet ein vermindertes Ansprechen der Zellen des Körpers auf Insulin.


Die Insulinresistenz tritt als Phänomen beim Typ-2-Diabetes und seinen Vorstadien auf, und zwar als Störung des Stoffwechsels im Glukose- und Insulin-Haushalt der Zellen und als deren Folge mit Störungen in der Funktionalität der betroffenen Organ-Gewebe. Wirksame und klinisch gebräuchliche Wirkstoffe zur Senkung der Insulinresistenz sind: Acarbose, Metformin,Insulin-Sensitizer (Glitazone), beispielsweise Pioglitazon.




Influenza - Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die durch Grippeviren ausgelöst wird.


Die Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die durch Grippeviren ausgelöst wird. Sie ist weltweit verbreitet und hochansteckend. Die Influenza ist eine ernsthafte und mitunter Lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Influenza sollte nicht mit grippalen Infekten oder Erkältungen verglichen werden ,da diese von anderen Erregern verursacht werden. Influenzaviren verändern sich ständig, deshalb wird auch der Influenza-Impfstoff fast jedes Jahr neu angepasst. Besonders gefährdet sind Senioren, Schwangere und Menschen mit chronischen Grunderkrankungen.





J


K

Kreatinin - wird dazu benutzt, die Funktion der Nieren zu prüfen.


Kreatinin ist ein Abbauprodukt von Kreatin aus den Muskeln. Kreatin ist eine Substanz, die für die Muskelkontraktion benötigt wird. Der Körper scheidet das Kreatinin über die Nieren mit dem Urin aus. Funktionieren die Nieren normal, wird es fast vollständig über die Nierenkörperchen (Glomeruli) filtriert. Die Normalwerte sind: bei Frauen < 0,8 mg/dl, bei Männern < 1,1 mg/dl. Dieser Wert ist jedoch immer in Verbindung mit dem Lebensalter und dem Allgemeinzustand des Patienten zu betrachten.




Kreatinin-Clearance - ist das gebräuchlichste Verfahren zur Beurteilung der Nierenfunktion.


Die Kreatinin-Clearance ist das gebräuchlichste Verfahren zur Beurteilung der Nierenfunktion. Es ist ein errechneter Wert, der aus mehreren Parametern gebildet wird. Sie erlaubt einen relativ genauen Rückschluss auf die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), den wichtigsten Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion. Die Kreatinin-Clearance ist ein wichtiges diagnostisches Werkzeug zur Erfassung einer Niereninsuffizienz. Zur Berechnung der Kreatinin-Clearance werden folgende Parameter benötigt: Die Kreatinin-Konzentration im Blutplasma. Die Kreatinin-Konzentration im Urin, ermittelt aus 24-Stunden-Sammelurin. Das Volumen des Sammelurins zur Ermittlung des Harnzeitvolumens in ml/min. Der Korrekturfaktor F, bezogen auf 1,73m2 der Körperoberfläche F = 1,73m2/Körperoberfläche. Der Referenzbereich für die Kreatinin-Clearance ist unter anderem abhängig vom Geschlecht, vom Lebensalter und von der Körperoberfläche.




Korsakowsyndrom ( Morbus Korsakow) - Ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der starke Gedächtnisstörungen auftreten.


Dabei kommen sowohl das Vergessen alter Gedächtnisinhalte (retrograde Amnesie) als auch die Unfähigkeit vor, sich Neuerlebtes zu merken (anterograde Amnesie). Zumeist handelt es sich jedoch um eine ausgeprägte anterograde Amnesie, und alte Erinnerungen bleiben relativ unbeeinträchtigt. Die Merkfähigkeitsstörung kann so ausgeprägt sein, dass es dem Patienten nicht möglich ist, sich Sachverhalte selbst für Sekunden einzuprägen. Zudem verknüpfen die Patienten oft unbewusst ihre Erinnerungslücken an jetzige Ereignisse mit alten Erinnerungen. Die Gedächtnislücken füllen die Patienten mit erfunden Inhalten. Das Korsakowsyndrom tritt meist bei Patienten auf, die Jahrelang zu viel Alkohol konsumiert haben. Weitere Auslöser sind z.B. starke Kopfverletzungen, Entzündungen des Gehirns sowie Schlaganfälle und bösartige Veränderungen im Gehirn.




Keuchhusten - siehe Pertussis






L

Langzeit-EKG - Langzeit-EKGs werden über 24 Std. getragen.


Zur Aufzeichnung des Langzeit-EKGs trägt der Patient meist über 24, manchmal auch über 48 oder 72 Stunden ein tragbares EKG-Gerät mit sich. Es werden kontinuierlich meist zwei oder drei Kanäle abgeleitet. Es wird in erster Linie zur Rhythmusdiagnostik verwendet und beantwortet z.B. die Frage, ob durchgehend ein Sinusrhythmus vorliegt und dieser der körperlichen Belastung entsprechend variabel ist, ob Pausen vorkommen oder es zu zu langsamen oder zu schnellem Herzschlag kommt und warum es zu diesen Veränderungen kommt.




Laxantien - Als Laxantien werden Arzneimittel bezeichnet, die das Ausscheiden von Stuhl veranlassen.


Die im Gebrauch befindlichen Laxantien wirken über einen von zwei Mechanismen: durch die Steigerung der Darmbewegung durch die Irritation des Darmes und Auslösung vermehrter Kontraktionen oder das Aufquellen des Darminhalts durch Quellstoffe. Oder es kommt zur Verflüssigung des Stuhls durch Hemmung der Resorption von Wasser oder osmotisch bedingtem Einstrom von Wasser in den Darm. Eingesetzt werden Laxantien unter anderem bei: der Vorbereitung für operative Eingriffe, Koloskopie, Kontrastmitteldarstellung des Darmes, Vergiftungen, bei denen die Resorption des Giftstoffes vermindert werden soll, Hämorrhoiden, Dauertherapie mit Opoid-Analgetika, oder Leberzirrhose. Eine gelegentliche oder chronifizierte Obstipation ist entgegen der weit verbreiteten Laieneinung (oder Werbung) keine Indikation zur Anwendung von Laxantien. Eine Obstipation sollte nach Möglichkeit immer ursächlich therapiert werden (Essensgewohnheiten, Bewegungsmangel). Laxantien werden oft falsch gebraucht und können bei chronischer Anwendung eine Reihe unerwünschter Gesundheitsrisiken hervorrufen. Eine Laxantienabhängigkeit findet sich aufgrund der freien Bezugsmöglichkeit über die Apotheken in großen Teilen der Bevölkerung. Hauptsächlich werden Laxantien dabei zur Selbsttherapie der Obstipation verwendet. Der falsche Gebrauch von Laxantien kann zu Störungen führen. An häufigsten sind hierbei Elektrolytstörungen (speziell Natrium, Kalium) zu nennen. Elektrolytstörungen können in Zusammenhang mit vorliegenden Grunderkrankungen und deren Therapie (z.B. Digitalisglykoside und Herzinsuffizienz) zu unvorhersehbaren und schwerwiegenden Komplikationen führen. Darüberhinaus kann es durch chronischen Gebrauch von Laxantien zu irreversiblen Strukturveränderungen des Darmes kommen, die zu einer dauerhaften Darmträgheit bis zur Darmlähmung führen können.




Leukozyten - sind Blutzellen, die für die Infektabwehr verantwortlich sind.


Leukozyten sind Blutzellen, die für die Infektabwehr verantwortlich sind. Es ist ein unspezifisches Enzündungszeichen. Ihre Hauptaufgabe ist die Abwehr von Krankheitserregern. Leukozyten befinden sich im Blut, am Blutgefäßrand, im Gewebe, in den Schleimhäuten und Lymphknoten. Viele Leukozyten haben die Fähigkeit sich aktiv fortzubewegen und können von den Blutgefäßen aus ins Gewebe wandern. Man unterscheidet Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Normalwert: 4000 - 10.000 Zellen/µl





M

Magenspiegelung - Siehe: Gastroskopie





Miktion - bezeichnet die Entleerung der Harnblase.


Als Miktion, auch Harnlassen und Blasenentleerung genannt, wird die Entleerung der Harnblase bezeichnet. Dieser Vorgang wird durch komplexe Regelkreise des autonomen und willkürlichen Nervensystems gesteuert. Die dabei ausgeschiedene Urinmenge beträgt normalerweise jeweils etwa 300 bis 400 Milliliter; es gibt jedoch keine allgemein akzeptierten Werte – einige Menschen scheiden bei einem Toilettengang über einen Liter Urin aus. Die zentrale Steuerung erfolgt in der pontinen Formatio reticularis. Für das Einleiten des Entleerungsvorgangs ist der Parasympathikus zuständig. Er reizt die Blasenmuskulatur zur Anspannung und hilft beim Entleeren der Blase. Der Sympathikus hingegen sorgt dafür, dass die Blase erschlafft, um sich füllen zu können, und zur Anspannung der Schließmuskel. Er verhindert somit eine ständige Entleerung. Eine Kontrolle der Blasenentleerung wird im Verlauf der kindlichen Reifungsprozesse (bzw. der „Reinlichkeitserziehung“) erst nach der Kontrolle über den Stuhlgang erlangt. Im 5. Lebensjahr sind ca. 80 Prozent der Kinder tagsüber und nachts trocken.





N

Nitrit - wird von bestimmten Bakterien im Rahmen von Harnwegsinfekten gebildet.


Nitrit ist eine Stickstoffverbindung, die bei bakteriellen Infektionen der Harnwege aus dem im Urin meist enthaltenen Nitrat gebildet wird. Sie wird daher im Urin gemessen. Ohne Bakterien kommt der Stoff im Urin nicht vor, sodass dessen Nachweis den bakteriellen Befall der Harnwege bestätigt. Das Ergebis der Laboruntersuchung wird in Positiv oder Negativ angegeben.




Nierensteine (Nephrolithiasis) - sind auskristallisierte Bestandteile des Urins.


Sie können sich in den Nieren, im Nierenbecken und in den ableitenden Harnwegen bilden. Erst wenn sie in den Harnleiter wandern, verursachen Nierensteine Schmerzen – starke Krämpfe an den Flanken, begleitet von Übelkeit und Erbrechen (Nierenkolik). Etwa doppelt so viele Männer wie Frauen entwickeln Nierensteine. Ursache ist eine Übersättigung des Harns mit steinbildenden Substanzen. Nierensteine entstehen, wenn bestimmte Substanzen im Urin in zu hoher Konzentration vorliegen. Sie fallen in anfangs kleinen Kristallen aus, die im Lauf der Zeit weiter anwachsen und sich zusammenschließen – zuerst bildet sich Nierengrieß, dann entstehen schließlich Nierensteine. Die Ursachen der Übersättigung des Harns mit steinbildenden Substanzen sind:

  • Vermehrte Ausscheidung steinbildender Substanzen (wie Kalzium, Phosphat, Oxalat, Harnsäure) und verminderte Ausscheidung nicht-steinbildender Substanzen (Magnesium, Citrat)
  • Erhöhte Urinkonzentration aufgrund von Flüssigkeitsmangel und Austrocknung (starkes Schwitzen), Tropenklima oder chronischen Darmerkrankungen
  • Störungen des Kalziumstoffwechsels, zum Beispiel aufgrund einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit vermehrter Kalziumausscheidung
  • Störungen des Harnsäurestoffwechsels mit vermehrter Harnsäureausscheidung, die entweder auf Enzymdefekten beruhen, oder durch purinhaltige Ernährung (Fleisch!), Alkoholmissbrauch oder Zerfall von Tumorgewebe begünstigt werden
  • Urin mit einem pH-Wert von weniger als 5,5 (bei Harnsäuresteinen) oder mehr als 7,0 (bei Phosphatsteinen)




Nagelbettentzündung (ParOnychie) - bezeichnet eine Entzündung des Nagelwalls.


Als Ursachen kommen verschiedene Krankheitserreger in Frage. Ihnen voraus geht in der Regel eine – häufig sehr kleine – Verletzung des Nagelbetts z. B. durch einen zu stark gekürzten oder eingewachsenen Nagel, durch die Keime eindringen können. Am häufigsten liegt eine Infektion mit Staphylokokken vor. Die Behandlung besteht in Entlasten der Infektion und Entfernung des für den Druckschmerz verantwortlichen Eiters. Hierzu kann antibakterielle und entzündungshemmende Salbe eingesetzt werden. Diese kann selbst bei fortgeschrittener Entzündung samt Granulation für ein vollständiges Abheilen sorgen. Bei massiver Entzündung, die nicht auf eine Medikamentöse Behandlung anspricht, wird häufig eine Inzision vorgenommen. Dabei wird jedoch nicht nur das Gewebe durchtrennt, um ein Ablaufen des Eiters zu ermöglichen, sondern es werden auch Teile des Nagelbetts entfernt und geglättet, wodurch ein erneutes Einwachsen verhindert wird.





O

Oral - Durch den Mund.


Bezeichnet in der Medizin allgemein die Zugehörigkeit zum Mund. So kann zum einen die Lage von etwas bezeichnet werden oder aber die Aufnahme. Insbesondere bei der Verabreichung von Medizin, spricht man von Oraler Aufnahme (z.B. Tropfen, Tabletten).




Osteoblasten - sind spezialisierte Knochenzellen für den Aufbau der Knochen.


Osteoblasten sind Zellen, die für die Bildung von Knochengewebe beim Knochenumbau verantwortlich sind. Sie bilden die Grundlage der Knochensubstanz, die Knochenmatrix (Osteoid). Beim Prozess der Knochenbildung verändern sich Osteoblasten zu einem Gerüst aus nicht mehr teilungsfähigen Osteozyten, das langsam mineralisiert und mit Calcium aufgefüllt wird.




Osteoklasten - Aus dem Knochenmark entstandene Riesenzellen, die dem Knochenabbau dienen.


Osteoklasten sind mehrkernige Zellen, die durch Fusion von mononukleären Vorläuferzellen aus dem Knochenmark entstehen. Sie gehören zum mononukleär-phagozytären System (MPS). Ihre Hauptaufgabe ist die Resorption der Knochensubstanz. Die Resorption von Knochen ist meist eng mit einer nachfolgenden Neusynthese durch Osteoblasten verknüpft. Dieser als Knochengeweberemodellierung bekannte Prozess dient der Anpassung an Belastungen und dem Vorbeugen von Materialermüdungen.




Otoskopie - ist die optische Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells.


Die Otoskopie ist die optische Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells mit einem Otoskop. Dabei werden die natürlichen Krümmungen des äußeren Gehörgangs mit Hilfe eines Ohrtrichters überbrückt. Durch Einbringen von Licht sind nun der Gehörgang und das Trommelfell beurteilbar. Dabei kann folgendes beurteilt werden: Rötungen des Gehörgangs und/oder des Trommelfells, Verletzungen des Trommelfells (Trommelfellperforation), Verdickungen oder Narben des Trommelfells, Form des Trommelfells, Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell im Mittelohr (Paukenerguss) oder ob sich Fremdkörper im Gehörgang befinden.




Osteopenie - herabgesetzte Knochendichte


Unter Osteopenie versteht man eine herabgesetzte Knochendichte. Die Osteopenie ist eine mögliche Vorstufe der Osteoporose. Eine der häufigsten Ursachen, ist der sinkende Östrogenspiegel in Kombination mit Bewegungsmangel. Deswegen kommt die Osteopenie meistens bei Frauen in der Postmenopause vor. Weitere Gründe können eine Dauerbehandlung mit Glukokortikoiden (Cortison) oder chronischer Alkoholabusus sein. Zunächst wird versucht die Knochendichte durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten ( Sport/Ernährung) zu beeinflussen. Eine medikamentöse Therapie mit z.B. Bisphosphonaten wir nur eingesetzt, wenn ein erhöhtes Frakturrisiko vorliegt.





P

Palliative Therapie - bezeichnet eine medizinische Behandlung, die nicht auf die Heilung einer Erkrankung abzielt.


bezeichnet eine medizinische Behandlung, die nicht auf die Heilung einer Erkrankung abzielt, sondern darauf, die Symptome zu lindern oder sonstige nachteilige Folgen zu reduzieren. Sie steht damit im Gegensatz zu den kurativen Therapien, die auf eine Heilung abzielen. Die Maßnahmen der Palliativmedizin haben oft das Ziel, bei fortschreitenden unheilbaren Erkrankungen den Verlauf zu verlangsamen und Symptome wie Übelkeit, Schmerz oder (reaktive) Depressionen zu reduzieren.




Palpation - bezeichnet in der Medizin die Untersuchung des Körpers durch Betasten.


Als Palpation (von lateinisch palpare, „streicheln“) bezeichnet man in der Medizin die Untersuchung des Körpers durch Betasten. Die Palpation ist eines der ältesten Diagnoseverfahrenund zählt zur körperlichen Untersuchung in der Medizin. Das sogenannte Palpieren kann mit einem oder mehreren Fingern sowie mit der Handfläche geschehen. Eine Palpation mit beiden Händen wird als bimanuelle Palpation bezeichnet. Sie wird meist eingesetzt, um ein Organ mit der einen Hand der untersuchenden Hand näher zu bringen. Beurteilt werden dabei Konsistenz, Elastizität, Beweglichkeit, Schmerzempfindlichkeit sowie die Größe der zu untersuchenden Organe oder Körperstrukturen. Das Fühlen des Pulses stellt ebnfalls eine Palpation dar.




Pankreas - Die Bauchspeicheldrüse ist ein quer im Oberbauch hinter dem Magen liegendes Drüsenorgan.


Die von ihr gebildeten Verdauungsenzyme („Pankreassäfte“) werden in den Zwölffingerdarm abgegeben. Sie ist daher eine exokrine Drüse (exokrin „nach außen abgebend“; in diesem Falle in den Verdauungstrakt). Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse spalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette der Nahrung im Darm in eine von der Darmschleimhaut aufnehmbare Form. Sie bildet ebenfalls Hormone, die direkt in das Blut überführt werden. Damit ist sie gleichzeitig auch eine endokrine Drüse (endokrin „nach innen abgebend“). Dieser endokrine Anteil der Bauchspeicheldrüse sind die Langerhans-Inseln, die vor allem für die Regulation des Kohlenhydrat-Stoffwechsels über den Blutzuckerspiegel (durch die Hormone Insulin und Glucagon) verantwortlich sind. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) kann durch die freiwerdenden Verdauungsenzyme zu einer Selbstverdauung des Organs führen. Bei einer nachlassenden Bildung der Verdauungsenzyme (exokrine Pankreasinsuffizienz) kann die Nahrung nicht mehr ausreichend aufgeschlossen werden. Die häufigste Störung des endokrinen Anteils ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).




Parenteral - Den Darm umgehend.


Parenteral bedeutet wörtlich „am Darm vorbei“, „unter Umgehung des Darmes“ und bezeichnet den Weg, auf dem Stoffe oder Krankheitserreger unter Umgehung des Darmtraktes in den Körper gelangen. Medizinisch und pharmazeutisch wird der Begriff jedoch meistens enger gefasst. So definiert das Arzneibuch Parenteralia als „sterile Zubereitungen, die zur Injektion, Infusion oder Implantation in den menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind“. Parenterale Applikationsformen sind:

  • intravenöse Injektion oder Infusion (in eine Vene)
  • intraarterielle Injektion oder Infusion (in eine Arterie)
  • intramuskuläre Injektion (in einen Skelettmuskel)
  • intrathekale Injektion (in den Liquorraum des Rückenmarks)
  • subkutane Injektion (unter die Haut)
  • intraperitoneale Injektion oder Infusion (in die Bauchhöhle)
  • intrakardiale Injektion (in das Herz)
  • intravitreale Injektion (in den Glaskörper des Auges)
  • intraossäre Applikation (in den Knochen)




Pathogen - Eine Krankheit hervorrufend.


Pathogen (Adjektiv) bedeutet "eine Krankheit verursachend". Darüber hinaus werden als Pathogene (Substantiv) alle Einflüsse zusammengefasst, die eine Erkrankung ursächlich bedingen können, z.B. Krankheitserreger, Gifte oder ionisierende Strahlung.




Phytopharmaka - sind Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs.


Als Phytopharmaka werden Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs bezeichnet. Im Unterschied zu den chemisch definierten Wirkstoffen handelt es sich um Vielstoffgemische, die im Organismus an verschiedenen molekularen Zielstrukturen aktiv sind. Weil Phytopharmaka variable Naturprodukte sind, werden heute vermehrt eingestellte Extrakte verwendet, was die Grundlage für eine gleichbleibende Wirksamkeit darstellt. Phytopharmaka sind keine Homöopathika, denn die homöopathischen Mittel enthalten aufgrund der starken Verdünnung nur noch Spuren der aktiven Inhaltsstoffe. Die höchsten Ansprüche werden an die rationalen Phytopharmaka gestellt. Ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wird in kontrollierten klinischen Studien wissenschaftlich überprüft. Phytopharmaka bergen grundsätzlich dieselben Risiken wie alle Arzneimittel, sie sind im Vergleich mit den chemisch definierten Wirkstoffen aber in der Regel besser verträglich. Typische und bekannte Beispiele rationaler Phytopharmaka sind: Johanniskraut oder Fingerhut (Digitalis).




Pertussis - Keuchhusten ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege


Pertussis (Keuchhusten) wird durch das Bakterium Bordetella Pertussis ausgelöst und ist hochansteckend. Keuchhusten ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Der Keuchhusten-Erreger bildet Giftstoffe, welche die Schleimhäute der Luftwege schädigen. Die Krankheit trifft zunehmend nicht geimpfte Jugendliche und Erwachsene. Es kann zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung kommen, selten sind Komplikationen wie Krampfanfälle oder Schädigungen des Hirns. Zu Beginn zeigen sich für 1 bis 2 Wochen leichte Erkältungs-Beschwerden, danach beginnt die Phase der Husten-Erkrankung die in der Regel 4-6 Wochen andauert. Menschen jeden Alters können sich nach einer überwundenen Erkrankung erneut anstecken. Auch wenn sie geimpft sind können sie für kurze Zeit Überträger der Krankheit sein und sind somit ansteckend, auch wenn Sie nicht erkranken. Besonders Gefährdet sind Neugeborene, Säuglinge , Kleinkinder und Senioren. Keuchhusten ist eine meldepflichtige Krankheit.




Postmenopause - Lebensabschnitt der Frau, der sich an die letzte Monatsblutung anschließt.


Bei der Postmenopause handelt es sich um den Lebensabschnitt der Frau, der sich an die letzte Monatsblutung anschließt. Dies ist der letzte Abschnitt des Klimakteriums und stellt den Übergang in das Senium dar. Während der Postmenopause findet eine hormonelle Umstellung statt, bei der kontinuirlich der Östrogenspiegel sinkt.




Pharyngitis - Ist eine kurzzeitige Rachenentzündung.


Ist eine kurzzeitige Rachenentzündung, die meistens durch Erkältungsviren oder bakterielle Infektionen entsteht und über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Dabei können Symptome wie Halzschmerzen , Kopfschmerzen und Fieber auftreten. In den meisten Fällen heilt die Pharyngitis innerhalb von 7-10 Tagen ohne Medikation aus.





Q

Quick-Wert - Der Quick-Wert ist ein Laborparameter aus der Gerinnungsdiagnostik


Der Quick-Wert ist ein Laborparameter aus der Gerinnungsdiagnostik, zur Burteilung der Blutgerinnung dient. Er wird bestimmt z.B. vor Operationen oder zur Überwachung einer Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar) Normalwert 70 - 100 %





R

Restharn - Bezeichnet die Menge an Harn (Urin), die nach einer normalen Miktion in der Harnblase zurückbleibt.


Als pathologisch werden Restharnmengen angesehen, die mehr als 15 % der eigentlichen Blasenkapazität betragen. Die Ursache für eine Restharnbildung sind in der Regel Abflussbehinderungen z. B. durch eine Prostatavergrößerung oder eine neurologische Störung der Harnentleerung. Der Restharn wird meistens mittels Ultraschall bestimmt. Bei bestimmten Konstellationen ist eine Bestimmung mittels Katheter notwendig. Für den Patienten angenehmer ist das sonografische Verfahren, da hierbei kein Katheter in die Harnröhre eingeführt werden muss.




Retard - verlangsamt wirkend


Retard bezeichnet eine Arzneiform, bei der der Arzneistoff verlangsamt freigesetzt wird. Durch retardierende Arzneiformen lassen sich definierte zeitliche Verläufe der Arzneistofffreisetzung erzielen. Die einfachste Form ist eine Tablette mit einem speziellen Überzug, wie sie beispielsweise bei magensaftresistenten Arzneimitteln eingesetzt werden. Verbreitet ist die Retard-Kapsel, die kleine wirkstoffhaltige Retard-Kügelchen (Pellets) enthält, welche nach dem Auflösen der Kapselhülle freigesetzt werden. Vermehrt werden auch Tabletten eingesetzt, in denen Pellets zu Tabletten verpresst werden Anwendungsbereiche sind zum Beispiel blutdruckregulierende Arzneimittel oder Hormone. Retardierungen werden verwendet, um gefährliche kurzzeitig hohe Konzentrationen von Arzneistoffen im Blut (Plasmaspitzen) zu verhindern und/oder eine möglichst lange Wirkung eines Arzneistoffes aus einer einzelnen Arzneiform zu erreichen. Durch das Vermeiden von Plasmaspitzen treten Nebenwirkungen seltener auf, und durch die lange Wirkung kann erreicht werden, dass ein Patien




Röntgen - ist ein weit verbreitetes bildgebendes Verfahren, bei dem ein Körper unter Verwendung eines Röntgenstrahlers durchstrahlt wird.


Röntgen (nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen), auch Röntgendiagnostik genannt, ist ein weit verbreitetes bildgebendes Verfahren, bei dem ein Körper unter Verwendung eines Röntgenstrahlers durchstrahlt wird. Die Durchdringung des Körpers mit Röntgenstrahlen wird in Bildern dargestellt, die als Röntgenbilder, Röntgenaufnahmen oder Radiographien bezeichnet werden. Bei der Durchleuchtung mit einer Röntgenkamera wird ein Röntgenbildverstärker benötigt. Gespeichert werden die Bilder auf geeignetem Filmmaterial. Stand der Technik ist jedoch digitales Röntgen. In der Medizin dient das Röntgen zur Feststellung von Anomalien im Körper, die im Zusammenhang mit Symptomen, Zeichen und eventuell anderen Untersuchungen eine Diagnose ermöglichen (Röntgendiagnostik). Die unterschiedlich dichten Gewebe des menschlichen Körpers absorbieren die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark, so dass man eine Abbildung des Körperinneren erreicht (Verschattung, Aufhellung). Das herkömmliche Röntgenbild zeigt eine Abbildung des dreidimensionalen Objektes auf einer zweidimensionalen Fläche. Daher werden viele Objekte – wie Extremitäten mit fraglich gebrochenen Knochen – aus zwei Richtungen (Fachbegriff: „in 2 Ebenen“) geröntgt. Was aus einer Perspektive (oder Betrachtungsrichtung) noch nicht auffällt, tut dies eventuell aus der anderen. Oder wenn zwei Knochenteile eines Bruches in einer Richtung hintereinander liegen, lässt sich eine Verschiebung der Knochenbruchenden (Fachbegriff: „Dislokation oder Luxation“) erst auf einer zweiten Aufnahme aus einer anderen Richtung darstellen. Hierzu stehen zu nahezu allen darstellbaren Körperteilen Standardaufnahmetechniken zu Verfügung, um es dem Betrachter nicht jedes Mal abzuverlangen, sich in die Darstellung „einzudenken“. Von den „konventionellen Schichtaufnahmen“ (Röntgentomographie) unterscheidet sich die modernere Röntgen-Computertomographie (CT). Bei dieser berechnet ein Computer die Schnittbilder aus den elektronischen Daten, die bei Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen erzeugt werden. CT-Aufnahmen stellen daher nicht nur einer Schicht dar, sondern ermöglichen die einzelne Betrachtung vieler übereinander liegenden Ebenen.





S

Stent - dient der Aufdehnung von Verengungen der Herzkranzgefäße.


Bei einem Stent handelt es sich um eine Gefäßstütze, die der Aufdehnung von Verengungen der Herzkranzgefäße dient. Im Zuge der therapeutischen Herzkranzgefäß-Erweiterung oder zur Vorbeugung von erneut auftretenden Verengungen (Restenosen) kann die Implantation einer solchen Stütze zur mechanischen Stabilisierung der Gefäßwand erforderlich sein.
Ein Stent wird während einer Herzkatheter-Untersuchung eingesetzt. Er fixiert Kalk-Fragmente in den Gefäßen und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes, indem er die Oberfläche des Gefäßinnenraumes glättet. Darüber hinaus bewirkt ein Stent einen Widerstand gegen elastische Rückstellkräfte des aufgedehnten Abschnittes: Die Elastizität eines Gefäßes, die dessen Aufdehnung ermöglicht, bewirkt nämlich auch, dass sich das Gefäß nachträglich wieder etwas zusammenzieht.




Superinfektion - Eine Infektion, die auf dem Boden einer bestehenden Infektion entwickelt.


meint in der Medizin , dass ein viraler Infekt die Grundlage für eine zusätzliche bakterielle Infektion liefert (selten auch umgekehrt). In diesem Zusammenhang wird der Begriff Superinfektion hier als eine Form der Sekundärinfektion verwendet. Von einer Superinfektion spricht man also normalerweise dann, wenn Krankheitserreger kurz nacheinander (d.h. zeitlich leicht verschoben) auftreten. Eine Superinfektion ist also eine Infektion, die stattfindet, während der Patient unter einer anderen Infektion leidet bzw. behandelt wird. Es kann eine Superinfektion mit Bakterien, Viren usw. geben. Gerade bei Erkältungskrankheiten tritt dies öfter auf. Kommt es also Im Krankheitsverlauf einer Erkältung, die immer von einer viralen Infektion verursacht wird, zu Husten mit Auswurf eines gelb-grünes Sekretes, ist dies meist ein Anzeichen für eine bakterielle Superinfektion.





T

Thorax - Brustkorb


Als Thorax wird der aus den Brustwirbeln, Rippen und dem Sternum gebildete Brustkorb mit den anhängenden Muskeln, Bändern und Gelenken bezeichnet.




Thrombose - ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß bildet.


Thrombosen können in allen Gefäßen auftreten. Meistens handelt es sich um eine Thrombose der Venen (Venenthrombose oder Phlebothrombose), speziell eine Thrombose der tiefen Beinvenen (Tiefe Venenthrombose – TVT). Ein Thrombus entsteht durch Blutgerinnung − ein Vorgang, der eigentlich ein Schutzmechanismus ist: Nach einer Verletzung schützt das Gerinnungssystem den Körper vor einem Verbluten, das Blut verklumpt und schließt die Wunde. In den unverletzten Blutgefäßen aber soll das Blut nicht verklumpen, sondern ungehindert fließen. Hier ist ein Gerinnsel ein störendes Hindernis für den Blutstrom und als Auslöser für eine Lungenembolie gefährlich. Neben der klinischen Untersuchung wird die Diagnose einer Venenthrombose heute üblicherweise mittels Sonographie gestellt. Ein D-Dimer Test (Blutuntersuchung) gibt ebenfalls Hinweise.





U

Ulcus - Geschwür


Ein Ulcus oder Ulkus (Mehrzahl Ulcera bzw. Ulzera), zu Deutsch Geschwür, bezeichnet in der Medizin einen „tiefliegenden Substanzdefekt“ der Haut oder einer Schleimhaut, der nicht durch eine äussere Einwirkung, sondern z. B. durch eine Infektion, Durchblutungsstörung oder immunologischer Herkunft ist.





V

Venen - sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen.


Bei einem erwachsenen Menschen transportieren sie jeden Tag etwa 7000 Liter Blut zum Herzen zurück. Dabei müssen die Beinvenen das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen befördern. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoff­armes Blut, diejenigen des Lungenkreislaufs sauerstoffreiches Blut. Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches. Der Blutdruck in Venen ist deutlich niedriger als in Schlagadern (Arterien), sie gehören mit den Kapillaren und den Venolen zum Niederdrucksystem des Blutkreislaufs. Die meisten Körpervenen sind Begleitvenen, das heißt, sie verlaufen parallel zu ihrer arteriellen Entsprechung. Als natürliche Pumpe für den Blutfluss in den Venen dient die Fuß- und Beinmuskulatur. Mit jeder Anspannung pressen die Muskeln das Blut gegen die Schwerkraft von unten in Richtung Herz. Dutzende von Venenklappen sorgen wie Rückschlagventile dafür, dass das Blut bei der Entspannung des Muskels nicht wieder nach unten zurückfällt. Der Gebrauch der Fuß- und Beinmuskulatur ist deshalb für die Venengesundheit von entscheidender Bedeutung.




Vakzin - ist der Fachbegriff für Impfstoff.


Ein Vakzin ist ein biologisch oder gentechnisch hergestelltes Antigen, meist bestehend aus Protein- oder Erbgutbruchstücken oder abgetöteten bzw. abgeschwächten Erregern. Ein Impfstoff kann sowohl aus einem Antigen eines einzigen Erregers wie auch aus einer Mischung mehrerer Antigene verschiedener Erreger oder Erregerstämme und eventuell weiterer Zusatzstoffe bestehen. Der Impfstoff dient im Rahmen einer Impfung zur spezifischen Aktivierung des Immunsystems hinsichtlich eines bestimmten Erregers bzw. einer Erregergruppe. Dazu wird die Reaktion des Immunsystems ausgenutzt, bei Vorhandensein von Erregern bzw. deren spezifischen Teilen (z. B. Oberflächenproteine als Antigene) eine Immunantwort zu provozieren. Diese führt zur Ausbildung von Antikörpern und spezialisierten T-Helferzellen, die dann einen lange anhaltenden Schutz vor der jeweiligen Krankheit bieten, der je nach Erreger zwischen einigen Jahren und lebenslang anhalten kann.





W

Wernicke-Enzephalopathie - ist eine Erkrankung des Gehirns, von der in der Regel Menschen mit einer Mangelernährung betroffen sind.


Die Wernicke-Enzephalopathie ist eine nach dem Mediziner Carl Wernicke benannte Erkrankung des Gehirns. Der medizinische Begriff „Enzephalopathie“ steht übergreifend für Krankheiten oder Schädigungen, die das ganze Gehirn betreffen. Von ihr sind in der Regel Menschen mit einer Mangelernährung betroffen. Häufig sind dies Alkoholkranke oder Menschen mit gestörtem Essverhalten. Zu den möglichen Symptomen einer Wernicke-Enzephalopathie zählen unter anderem Unruhe, Desorientiertheit sowie Koordinations-, Gedächtnis- und Sehstörungen. Die Ursache für eine Wernicke-Enzephalopathie ist eine mangelhafte Versorgung des Gehirns mit Vitamin B1 (Thiamin). Therapie besteht aus hochdosierten Vitamin B1 Gaben.





X


Y


Z

Zwerchfell - Das Zwerchfell ist der zentrale Atemmuskel, der die untere Thoraxapertur zum Abdomen hin verschließt.


Das Zwerchfell ist der zentrale Atemmuskel, der die untere Thoraxapertur zum Abdomen hin verschließt. Es trennt somit die Brust- von der Bauchhöhle. Das Zwerchfell ist der „Motor“ der sogenannten Zwerchfellatmung (weniger treffend auch „Bauchatmung“ genannt). Die Rolle des Zwerchfells bei der Einatmung (Inspiration) wird durch weitere Muskeln, die sogenannten Inspirationsmuskeln unterstützt, welche durch ein Anheben der Rippen zu einer weiteren Vergrößerung des Brustkorbs beitragen (Brustatmung). Das Verhältnis von Brust- zu Zwerchfellatmung variiert tierartlich sowie alters-, trainings- und belastungsabhängig und kann darüber hinaus auch willkürlich beeinflusst werden. Bei Säuglingen und alten Menschen dominiert die Zwerchfellatmung, bei Erwachsenen bewegt sie 60 bis 80 % der eingeatmeten Luft. Das zum Brustraum gewölbte Zwerchfell kontrahiert sich beim Einatmen. Beim Menschen verkürzt es sich dabei um maximal 30 bis 34 %. Bei dieser Kontraktion flacht es sich ab und die Kuppelform geht in eine Kegelform über. Zu dieser Formveränderung trägt die feste Verbindung mit der unteren Hohlvene am Scheitel der Zwerchfellkuppel bei, das Hohlvenenloch verlagert sich nur wenig nach unten und vorn. Durch diesen Vorgang wird der Brustraum vergrößert und somit der Unterdruck in der hermetisch abgeschlossenen Pleurahöhle erhöht. Beim Ausatmen (Exspiration) entspannt sich das Zwerchfell. Durch die elastischen Fasern in der Lunge sowie die Oberflächenkräfte in den Lungenbläschen (Retraktionskräfte) zieht sich die Lunge zusammen und das Zwerchfell wieder in die Kuppelform zurück. Die Ausatmung vollzieht sich während der Atmung in Ruhe also ohne aktive Mitwirkung von Muskeln.